DLRG Einsatztaucher II

Einsatzgebiet: Die Einsatztaucher kommen in Einsatzgruppen für den Rettungsdienst und der Gefahrenabwehr in fließenden sowie in stehenden Gewässern zum Einsatz.

Viele Einsatztaucher sind in ihren Regionen 24 Stunden 365 Tage im Jahr über die Leitstellen des Rettungsdienstes erreichbar. Sie stehen zur schnellen Rettung von verunfallten Menschen am und im Wasser zur Verfügung. Eben so erfüllen sie Aufgaben im Umweltschutz oder in der vorbeugenden Gefahrenabwehr. So kommt es häufiger vor, das die Einsatztaucher der DLRG gerufen werden, wenn es um die Unterstützung bei technischen Hilfeleistungen am oder im Wasser geht. Ferner werden unsere Einsatztaucher bei Großschadenslagen wie dem Oder- oder dem Elbe-Hochwasser eingesetzt. Unser Aufgabe dort war es, die Deiche abzutauchen und auf Schäden zu untersuchen. Eine weitere Aufgabe war es, auf beschädigten Deichen Folien auszubringen, um einen Durchbruch zu verhindern.  

Vorraussetzungen:
  • Mitgliedschaft in der DLRG
  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber nicht älter als 2 Jahre
  • Deutsches Schnorcheltauchabzeichen (DSTA) (161)
  • Tauchtauglichkeit gemäß GUV-R 2101 (G31)
  • Nachweis der theoretischen und praktischen Ausbildung gemäß bundeseinheitlichem Ausbildungsrahmenplan Einsatztaucher Stufe
    2 der DLRG mit den Grundlagen zum Eis-, Strömungs- und Nachttauchen
    sowie Arbeiten unter Wasser. Die Ausbildung Einsatztaucher
    Stufe 1 der DLRG gilt als Teilnachweis.
  •  Mindestalter gem. GUV-R 2101
  • Basisausbildung WRD (411.12) nicht älter als zwei Jahre
  • Sprechfunkunterweisung

 

Theoretische Prüfung:
  • Schriftliche Prüfung gem. bundeseinheitlichem Fragebogen
  • Umgang mit Arbeitsgeräten unter Wasser
Praktische Prüfung:

Prüfungsteil Schnorcheltauchen im Freigewässer

  • jeweils 400 m in Bauch-, Seiten- und Rückenlage ohne Armbewegung, danach 300 m Schnorcheln mit nur einer Flosse (Schwimmlage nach Wunsch)
  • 10 m Tieftauchen
  • 35 m Streckentauchen
  • 60 Sekunden Zeittauchen

Prüfungsteil Einsatztauchen
Die Durchführung nachfolgender Tauchgänge / Übungen in Form
einer Einsatzübung von mindestens 20 Min. in Wassertiefen zwischen
6 und 20 m gemäß GUV-R 2101, wobei folgende Aufgaben
erfolgreich zu erfüllen sind:

  • Leinenführung (als Signalmann und als Taucher)
  • Ausführen einer Unterwasserarbeit ohne technische Hilfsmittel (Suchübung als Taucher)
  • Taucheinsatzführung eines Tauchtrupps
  • Ausführen einer Unterwasserarbeit mit technischen Hilfsmitteln
  • Rettungsübung: Der Prüfling hat unter Einbindung des gesamten Tauchtrupps einen in 6 bis 20 m Tiefe wartenden Kameraden anzutauchen; beide haben vollständige Tauchausrüstung zu tragen (einschließlich Signalleine). Die Signalleine des zu rettenden Tauchers darf vom Prüfling zur Orientierung verwendet werden. Der zu rettende Taucher ist mit seiner Tauchausrüstung unter Beachtung der maximalen Aufstiegsgeschwindigkeit sachgerecht an die Oberfläche zu bringen und an Land zu bringen; danach Diagnose nach vorgegebenem Unfallschema und unverzügliche Einleitung der erforderlichen Ersten Hilfe-Maßnahmen einschließlich einer ggf. veranlassten Demonstration der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) über 3 Min. Dauer; anfertigen eines Unfallprotokolls für den Notarzt.
  • Knotenkunde: Kreuzknoten, Palstek, Schotstek, Roringstek, Webeleinstek (von diesen Knoten sind der Palstek sowie zwei weitere Knoten nach freier Wahl vorzuführen)

Ansprechpartner

Bei Fragen zu unserem Angebot im Bereich der Tauchausbildung steht unser Tauchwart gerne zur Verfügung:

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